Welche Verantwortung hast du als Mann?

Zwei zueinander ausgestreckte Arme, auf der einen Hand ist ein Globus, die andere will sie in Empfang nehmen
Zwei zueinander ausgestreckte Arme, auf der einen Hand ist ein Globus, die andere will sie in Empfang nehmen

Was ist Verantwortung überhaupt?

Als Erstes spielen wir mal mit dem Wort. Das Thema ist absolut komplex, ein Wortspiel hilft aber zu verstehen, was Verantwortung tatsächlich bedeutet. Also:
Verantwortung enthält die Wortteile: Ver-antwort-ung
Im Wort Verantwortung steckt also das Wort Antwort.

Was ist eine Antwort?

Auf eine Frage erhältst du eine Antwort.
Antworten tust du, wenn du gefragt wirst. Es gibt eine Aufforderung und eine Erwartung, dass du etwas antwortest. Du sollst deine Gedanken zu dieser Frage in Worten formulieren.

Dazu ergeben sich zwei aufeinander folgende Fragen.

Die erste:
Von wem kommt diese Erwartung, dass du antworten sollst?

Die folgende:
Musst du auf eine Frage antworten?

Zur ersten Folgefrage:
Kommt diese Erwartung von einem anderen Menschen oder kann es sein, dass sie gar von dir selbst kommt?

Zur folgenden:
Was würde passieren, wenn du die Erwartung nicht erfüllst und keine Antwort gibst?

Hier kommt Verantwortung ins Spiel.
Du schätzt eine Situation ein. Du wägst ab, welche Folgen deine Antwort haben wird.
Eine Rolle spielt dabei, was du mit deiner Antwort bezwecken willst.
Vielleicht hilft dir eine Antwort auf dem Weg zu einem deiner Ziele. Deine Verantwortung ist es, wenn du dich für dein Ziel verpflichtest, dass du dich anstrengst, dass du dein Ziel erreichst.

Du kannst dich also entscheiden, ob es deine Priorität ist, mit deiner Antwort eines deiner Ziele zu erreichen.

Vielleicht bringt dir eine Beantwortung aber nichts. In diesem Fall kannst du dich entscheiden, ob du die Erwartung des anderen erfüllen willst und ihm eine Antwort liefern willst.

Im ersten wie im zweiten Fall übernimmst du die Verantwortung dafür, was mit der Folgereaktion passiert.

Du hast es in der Hand

Du bestimmst darüber, womit du leben willst. Wenn es dich glücklich macht, dein Ziel zu erreichen, dann nimmst du unter Umständen in Kauf, dass der andere enttäuscht wird, falls du ihm keine Antwort gibst oder eine, die er nicht hören will.

Du bist schuld!

Sich schuldig fühlen ist ein Thema, dass häufig mit Verantwortung verknüpft wird.

Dabei ist diese Verknüpfung ein Widerspruch in sich.

Du entscheidest dich für dich, für deine Ziele. Ein Vorwurf einer anderen Person an dich, ist purer Egoismus. Sie erwartet etwas von dir und ist enttäuscht, wenn du ihr ihren Wunsch nicht erfüllst. Dadurch macht sie dir Schuldgefühle.

Es liegt aber an dir, es ist deine Verantwortung dir gegenüber, ob du diese Schuld aufsaugst oder ob du dich von diesen, nicht zu dir gehörenden, Gefühlen abgrenzt.

Willst du eine Familie gründen, dann übernimmst du Verantwortung dafür, dass du eine Beziehung zu einer Frau eingehst und Kinder großziehst. Es ist ein Ziel. Du hast dich dafür entschieden.

Hast du dieses Ziel erreicht, geht es darum, was nach diesem Ziel folgen soll. Sollte sich dein Ziel auf deinem Lebensweg verändern, musst du nach Lösungen suchen.

Du trägst auch die Verantwortung für dein Nachfolgeziel. Willst du nach ein paar Jahren aus dem System Familie raus, dann hat sich dein Lebensziel verändert. Du bist es somit dir selbst schuldig, dein Gesicht vor dir wahren zu können. Deine Frau mag enttäuscht sein. Du kannst das sicher verstehen.

Verantwortung ist, jetzt gemeinsam nach neuen Wegen zu suchen.

Übrigens: Es ist nicht in deiner Verantwortung, ihr alles Glück der Welt zu versprechen!

Deine Partnerin hat die Aufgabe, deine Werte kennenzulernen, bevor sie ein gemeinsames Leben mit dir eingehen will. Beide tragen somit die Verantwortung für ein gemeinsames Familienleben.

 

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